Friedens Gruppe
Düren
Es mag Zeiten geben
in denen wir zu machtlos sind,
Ungerechtigkeiten vorzubeugen.
Aber es darf nie eine Zeit geben,
in der wir nicht protestieren.
(Elie Wiesel)

Aktuelles
Frieden schaffen mit Angriffswaffen? US-Mittelstreckensysteme in Deutschland – gefährlich und destabilisierend!
In der neuen Broschüre „US-Mittelstreckensysteme in Deutschland – gefährlich und destabilisierend!“ analysieren Özlem Alev Demirel (Die Linke, Mitglied im Europaparlament) und Jürgen Wagner (Informationsstelle Militarisierung) die Risiken des Vorhabens. Sie werfen auch einen kritischen Blick auf die Geschichte der Abrüstungsverträge und die NATO-Nuklearstrategie.
Herunterladen:
https://oezlem-alev-demirel.de/wp-content/uploads/2024/09/Mittelstreckenraketen-Web.pdf (PDF, 32 Seiten, 2.425 KB)
Protest gegen das Atomkriegsmanöver „Steadfast Noon“ am 12. Oktober 2024
Pressemitteilung des Aktionsbündnisses „atomwaffenfrei.jetzt“
Aktionsbündnis atomwaffenfrei.jetzt c/o Netzwerk Friedenskooperative
Mackestr. 30, 53119 Bonn, Tel.: 0228-692904 E-Mail: info@atomwaffenfrei.jetzt Web: www.atomwaffenfrei.de
Bonn / Nörvenich, 13. Oktober 2024
Friedliche Demonstration in Nörvenich gegen Atomkriegs-Manöver der NATO
Am Samstag, 12. Oktober, demonstrierten etwa 150 Personen aus der Friedensbewegung in Nörvenich gegen das am Montag beginnende Atomkriegsmanöver der NATO. Die in Nörvenich stationierten Tornado-Kampfjets sind als nukleare Trägerflugzeuge dabei im Einsatz. Die NATO hat inzwischen bestätigt, dass das Manöver „Steadfast Noon“ vom 14.-24. Oktober durchgeführt wird.
Die Demonstration begann vor dem Haupttor des Fliegerhorstes. Joachim Schramm von der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen (DFG-VK) lobte die Verleihung des Friedensnobelpreises an die japanische Organisation der Überlebenden der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki, „Nihon Hidankyo“, als Ermutigung für alle, die sich für eine atomwaffenfreie Welt einsetzen. Armin Lauven von Pax Christi Bonn rief die Pilotinnen und Piloten im Fliegerhorst dazu auf, Befehle zu Atomwaffeneinsätzen zu verweigern, da diese völkerrechtswidrig wären. Der Gitarrist Gerd Schinkel trug einen Solidaritätssong für den 82-jährigen Dennis DuVall von den US-Veterans for Peace vor, der wegen einer Aktion Zivilen Ungehorsams gegen die Atomwaffen in Büchel eine Ausweisungsverfügung erhalten hat.
Die bunte Demonstration zog vom Fliegerhorst zum Schlossplatz in Nörvenich. Unterwegs wurde die Oswald-Boelcke-Allee symbolisch zur Claude-Monet-Allee umbenannt. Bei der Hauptkundgebung forderte Heiner Krüger von der Friedensgruppe Düren den Stopp der Atomkriegsübung und die Ächtung aller Atomwaffen weltweit. Dr. Uwe Trieschmann von der Gruppe „Ärzte gegen den Atomtod“, IPPNW, wies auf die Folgen eines möglichen Atomkrieges hin, in dem es keine ärztliche Hilfe mehr geben könne. Deshalb müsse Deutschland die nukleare Teilhabe in der NATO beenden und dem Atomwaffenverbotsvertrag der UNO beitreten. Auch die Stationierung neuer US-Mittelstreckenraketen in Deutschland müsse verhindert werden, da diese die Atomkriegsgefahr erhöhen würden. Die Catholic Workers-Friedensaktivistin Susan van der Hijden aus Amsterdam war erst Ende September aus dem Gefängnis entlassen worden, weil sie wegen einer Aktion Zivilen Ungehorsams am Atomwaffenstandort Büchel eine Freiheitsstrafe verbüßt hatte. Es sei wichtig, Ungehorsam zu üben, weil Kriege nur mit gehorsamen Soldaten geführt werden könnten, so van der Hijden. Die Gruppe „Solidarity of Korean People in Europe“ forderte einen Friedensvertrag für Korea und ein Ende der Atomkriegsmanöver von USA und Südkorea. Gerold König, der Bundesvorsitzende von Pax Christi, betonte, dass Papst Franziskus nicht nur den Einsatz, sondern schon den Besitz von Atomwaffen als unmoralisch verurteilt habe.
Abschließend wurde von allen Teilnehmenden eine Grußbotschaft an die japanischen Friedensnobelpreisträger*innen gesungen und videographiert. Für eine kreative kulturelle Begleitung der Kundgebung am Schlossplatz sorgte das „Marmeladenduett“ aus Aachen, Nic Knatterton und Kira.
Aktionsaufruf zur Nörvenich-Demonstration: https://www.atomwaffenfrei.de/aktiv-werden/artikel/1a68e2681edba7e239b184b5a8cdc8e6/nato-atomkriegsmanoever-2024-stoppen.html
Für den Trägerkreis der Nörvenich-Demonstration:
Martin Singe / martin.singe@t-online.de (Sprecher*innenteam „atomwaffenfrei.jetzt“)
0228.264615 / 0177.5864147
Heiner Krüger / lieblux@aol.com / 02421.4987720 (örtliche Friedensgruppe Düren)
Weitere Fotos (von Helmut Stange) finden sich unter: https://photos.app.goo.gl/enfdaFqF8pgxtKgo7
Der Redebeitrag von Gerald König findet sich als Video unter
https://nrw.dfg-vk.de/noervenich-nato-atomkriegsmanoever-2024-stoppen-12-oktober/#/
Video von Gerd Schinkel 'Vernichtungslogik' am 12.10.24 in Nörvenich
https://www.youtube.com/watch?v=jv2YVsGPnxY
Video von Gerd Schinkel 'Anfangen aufzuhören' am 12.10.24 in Nörvenich
https://www.youtube.com/watch?v=ip7hyevDZRE
Im Folgenden finden sich die Redebeiträge von:
-
Dr.med. Uwe Trieschmann als Vertreter der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW (PDF, 4 Seiten, 1.898 KB)
-
Gerald König, Vorsitzender der Pax Christi Deutschland (PDF, 4 Seiten, 1.731 KB)
-
Heiner Krüger, aktiv bei der Friedensgruppe Düren (PDF, 3 Seiten, 1.356 KB)
-
Der Korea Gruppe (PDF, 2 Seiten, 853 KB)
Zehntausende für Frieden
Ca. 42.000 Friedensbewegte haben am 03.Oktober 2024 gegen die Aufrüstung, Militarisierung der Gesellschaft, den Versuch Krieg/Gewalt als unvermeidlich hinzustellen, gegen die Gefährdung unserer Sicherheit durch Stationierung von US-Mittelstreckenraketen und Atomwaffen in Berlin demonstriert. Die Teilnehmenden sagen allen Kriegsparteien: lasst die Waffen schweigen, setzt Euch an den Verhandlungstisch, sie sagen allen Soldaten: lasst die Waffen fallen, geht nach Hause. Sie sagen allen Menschen: lehnt Krieg als Mittel der Politik ab und wendet Euch wieder dem Humanismus zu, nach dem kein Mensch je als Feind eingestuft werden kann, sondern nur als jemand den es zu verstehen gilt, durch Perspektivwechsel und Interessenausgleich.
Aufgerufen hatte ein breites Bündnis von 3588 Gruppen und Einzelpersonen. Dies wurde bei der Auswahl der Redner*innen berücksichtigt. So sprachen auf der Abschlusskundgebung an der Siegessäule (Großer Stern) unter anderen der SPD Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner, Sahra Wagenknecht vom BSW, Gesine Lötzsch Bundestagsabgeordnete der Linken und das CSU Urgestein Peter Gauweiler.
Weitere Videos Bilder und Reden unter: https://nie-wieder-krieg.org/videos-bilder-reden/
Berliner Appell gegen die neuen Mittelstreckenwaffen: Ein dringender Aufruf zum Handeln
Am 3. Oktober 2024 versammelten sich über 40.000 Menschen in Berlin zu einer eindrucksvollen Friedensdemonstration (Pressenza berichtet). Die Kundgebung, die anlässlich des Tags der Deutschen Einheit stattfand, wurde von einer breiten Allianz von Friedensorganisationen und zivilgesellschaftlichen Gruppen organisiert. Neben bewegenden Reden, Musik und kreativen Protestaktionen wurde der „Berliner Appells gegen die neuen Mittelstreckenwaffen“ angekündigt.
Mit diesem Appell wird ein deutlicher Protest gegen die Wiederaufrüstung in Europa und speziell gegen die Stationierung neuer Mittelstreckenraketen formuliert. Der Appell fordert die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft auf, die gefährliche Eskalation der militärischen Spannungen zu stoppen und den Weg für diplomatische Lösungen und Abrüstung freizumachen.
Zeitgleich mit der Verkündung des Appells startete eine umfangreiche Unterschriftensammlung, die als starkes Zeichen des Widerstands gegen die Aufrüstung dienen soll. Jeder und jede ist aufgerufen, sich dieser Initiative anzuschließen und damit eine klare Botschaft für Frieden und Abrüstung zu senden.
Jetzt ist der Moment, aktiv zu werden und sich für eine friedlichere und sichere Zukunft starkzumachen.
Unterschriften können über die Webseite des „Berliner Appells“ unter folgendem Link abgegeben werden:
https://nie-wieder-krieg.org/berliner-appell/

Hyperschall-Langstreckenwaffe (Long-Range Hypersonic Weapon, LRHW) während der Operation Thunderbolt Strike auf der Cape Canaveral Space Force Station, Florida, 3. März 2023. (Bild von via wikimedia commons | Public Domain)
Aktionsmusikerinnen von Lebenslaute
auch 2024 in Aktion
Rückblende 2023
Im vergangenem Jahr hatten wir als FriedensGruppeDüren die Ehre, die Musikerinnen von Lebenslaute mit ihrer widerständigen Musik vom 29.07. bis zum 06.08.2023 im Kreis Düren zu begrüßen. Lebenslaute ist ein loser Zusammenschluss von Musikerinnen aus dem gesamten Bundesgebiet, der sich seit 1986 an lebensbedrohenden Orten zur Wehr setzt. Die Hauptaktionsform ist dabei die Konzertblockade, bei der sich politischer Widerstand mit klassischer und anderer Musik verbindet.
In Düren haben die Musikerinnen am Freitag, 04.08. musizierend den Kriegsflugplatz in Nörvenich für Stunden blockiert.
Blockade am Tor D des Kriegsflugplatz Nörvenich am 04.08.2023
Am Sonntag, den 06.08.2023, gaben die Aktionsmusiker*innen von „Lebenslaute“, dann, unterstützt unter anderen von der FriedensGruppeDüren, am Gedenktag an den Atombombenabwurf auf Hiroshima von 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr ein Konzert vor dem Haupttor des Militärflugplatz in Nörvenich. Das Konzert stand unter dem Motto „Aufspielen zum Abrüsten“.
Konzert vor dem Haupttor des Kriegsflugplatz Nörvenich am 06.08.2024
Aktionen 2024
In diesem Jahr fanden die Aktionen von Lebenslaute unter dem Motto „Flöte und Bass gegen Hetze und Hass“ vom 07. bis 14. August in Thüringen statt.
„Mit den Landtagswahlen am 1.9.2024 will der Nazi Höcke in Thüringen Ministerpräsident werden. Dem stellen wir uns gemeinsam mit anderen zivil-ungehorsam und musikalisch in den Weg.“ So kündigten die Aktionsmusiker auf ihrer Internetseite ihre diesjährigen Aktionen an.
Über 100 Aktivst:innen von Lebenslaute spielten dann am Abend des 12. August ein unangemeldetes Protestkonzert vor dem von militanten Rechtsextremisten genutzten “Flieder Volkshaus” in Eisenach.
Das Gebäude sieht nett und unscheinbar aus, aber die Polizei sagt: Das Flieder Volkshaus ist einer der vier gefährlichsten Orte Thüringens. Hier gehen militante und gewalttätige Nazis ein und aus, versuchen, Jugendliche für sich zu gewinnen, trainieren das Töten von Linken und von Menschen, die nicht in ihr braunes Weltbild passen.
Öffentlich Konzerte gab es dann am
13.8. 15:15 in der Gedenkstätte Buchenwald*,
13.8. 19:00 vor dem Evangelisches Gemeindezentrum Paul Schneider** in Weimar,
14.8. 11:55 vor dem Thüringer Landtag in Erfurt.
Nähere Informationen, Berichte und Bilder von den diesjährigen Aktionen, aber auch von anderen, können Interessierte auf der Internetseite von Lebenslaute unter: https://www.lebenslaute.net/?page_id=10275 finden.
Wir, Mitglieder der FriedensGruppeDüren haben Hochachtung vor den mutigen Aktionen der Aktions-Künstlerinnen von Lebenslaute und erklären uns diesbezüglich mit ihren Aktionen solidarisch. Wir wünschen ihnen weiterhin die Kraft, die für zukünftige Aktionen, mit denen sie sich an lebensbedrohenden Orten zur Wehr setzen, nötig ist.
*Information zur Gedenkstätte Buchenwald:
KZ Buchenwald – Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Buchenwald
**Informationen zu Paul Schneider:
Ein Gespräch mit der an den Aktionen beteiligten Ortrud Staude:
Gedenken an Hiroshima und Nagasaki auch in Düren
Bericht:
30 Menschen sind dem Aufruf der FriedensGruppeDüren am 06. August 2024 ab 17.00 Uhr gefolgt und haben sich an der Gedenkveranstaltung zum 79. Jahrestag der Atombombenabwürfe der USA auf die japanischen Städte Hiroshima am 06.August 1945 und Nagasaki am 09.August 1945 am Hiroshima-Mahnmal in Düren vor dem Haus der Stadt beteiligt.
Nachdem die Teilnehmenden der Veranstaltung rote Nelken am Mahnmal abgelegt und mit einer Schweigeminute der Opfer dieser Verbrechen gedacht haben, gab es Redebeiträge, unter anderem von Vertretern der Friedensgruppe und dem stellvertretenden Bürgermeister Georg Schmitz.
Begleitet wurde die Veranstaltung mit Livemusik von Maria Arians Kronenberg, die ihre politischen Lieder mit dem Akkordeon begleitete.
In Anbetracht, dass sich die Menschheit seit dem Krieg in der Ukraine NIE so nah am Rande eines Atomkriegs befand, waren die Hauptforderungen der Manifestation die Ächtung und Abschaffung aller Atomwaffen weltweit.
Die Gedenkveranstaltung, die gleichzeitig auch eine Mahnung war, dass sich so etwas wie in Hiroshima und Nagasaki geschehen nicht wiederholen darf, wurde mit einem Friedens-Picknick gegen 19.00 Uhr beendet.
Redebeitrag der Friedensgruppe Düren (Download als PDF-Datei, 3 Seiten, 76 KB)
Redebeitrag von Inge mit Zitaten von Dorothee Sölle (Download als PDF-Datei, 1 Seite, 108 KB)
Ein weiterer Bericht mit dem Redebeitrag von Georg Schmitz ist nachzulesen unter:
https://gruene-kreis-dueren.de/2024/08/hiroshimatag-2024_32602.html
Nein zu Krieg und Hochrüstung!
Ja zu Frieden und internationaler Solidarität.
Kommt alle zur bundesweiten Friedensdemonstration am 3. Oktober um 12:30 Uhr nach Berlin!
Nähers unter https://nie-wieder-krieg.org/
Hiroshimatag 06.08.2024
Gedenken an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki
Die US-amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. August und 9. August 1945 waren die bislang einzigen Einsätze von Atomwaffen in einem Krieg.
Die Atombombenexpolosionen töteten insgesamt ca. 100.000 Menschen sofort – fast ausschließlich Zivilisten und von der japanischen Armee verschleppte Zwangsarbeiter. An Folgeschäden starben bis Ende 1945 weitere 130.000 Menschen. In den nächsten Jahren kamen etliche hinzu.
Die Zerstörungen waren gewaltig.
Ein Feuersturm vernichtete elf Quadratkilometer der Großstadt Hiroshima und trieb den für Atombombenexplosionen charakteristischen Atompilz bis in 13 Kilometer Höhe. Dieser verbreitete hochkontaminiertes Material, das etwa 20 Minuten später als radioaktiver Niederschlag (Fallout) auf die Umgebung niederging. Insgesamt wurden 70.000 der 76.000 Häuser zerstört oder beschädigt.
In Nagasaki wohnten etwa 30 Prozent der Bevölkerung 2000 Meter oder weniger vom Bodennullpunkt entfernt. Im Innenstadtbereich starben sofort etwa 22.000 Menschen und von den 42.000 Verletzten starben weitere 17.000 innerhalb der nächsten vier Monate. (Quelle: https://www.stern.de/panorama/wissen/mensch/atombombenabwurf-nagasaki-gedenkt-seiner-opfer-3291316.html und https://web.archive.org/web/20020329204018/http://www-sdc.med.nagasaki-u.ac.jp/n50/disaster/Deathnum.gif ) Nach anderen Quellen gab es insgesamt sogar 70.000 bis 80.000 Tote und 74.909 Verletzte
Gedenken und Mahnung zugleich
Die FriedensGruppeDüren wird auch in diesem Jahr
am 06.August
an diese schrecklichen Verbrechen mit einer Veranstaltung
ab 17.00 Uhr
am Hiroshimamahnmal vor dem Haus der Stadt Düren
erinnern.
Dieses Erinnern soll auch gleichzeitig Mahnung sein denn seit dem Krieg in der Ukraine stand die Menschheit noch NIE so nah am Rande eines Atomkrieges. Die Anzahl der Atomwaffen beträgt weltweit 21121 und jede einzelne hat eine mehrfache Wirkung der Bomben von Hiroshima und Nagasaki. Fast 3.800 sind sofort einsatzfähig. Davon sind geschätzte 2.000 in ständiger Höchstalarmbereitschaft (Launch-On-Warning) und können ihr Ziel binnen weniger Minuten erreichen. Alle andere befinden sich in Reserve, im Lager oder sind für die Abrüstung vorgesehen. Auch in Deutschland hat die USA ca 20 Atombomben in Büchel in der Eifel stationiert, die im Ernstfall von deutschen Piloten auf Befehl aus den USA in die vorgegebenen Ziele geflogen werden sollen. Nörvenich ist als ehemaliger Atomwaffenstandort Ausweichort für Büchel und in die jährlich im Oktober stattfindende NATO-Atomkriegsübung Steadfast Noon involviert.
Am Rande des NATO-Gipfels am 09. Juli 2024 in Washington haben die US-Regierung und die Ampelkoalition von SPD, Grünen und FDP publik gemacht, dass die USA von 2026 an in Deutschland wieder Waffensysteme stationieren wollen, deren Reichweite Angriffe bis weit in russisches Territorium hinein erlaubt, darunter Marschflugkörper vom Typ »Tomahawk«. Diese können auch nuklear bestückt werden und senken somit erneut die Atomkriegsschwelle.
Bei einem Atomkrieg wird es aber keine Sieger geben dass lehren uns die Ereignisse vom 06. und 09. August 1945 in Hiroshima und Nagasaki. Denn auf lange Sicht wird das Leben nach einem Atomkrieg auf dem Planeten Erde unmöglich sein. Die Lebenden werden dann die Toten beneiden. Dies gilt es auf jeden Fall zu verhindern und wer da will, dass dies niemals geschieht muss sich mit uns gegen den Strahlentod vereinen. Wir rufen deshalb alle Menschen auf, nehmt an der Gedenk- und Mahnveranstaltung am 06. August in Düren teil und engagiert euch in den örtlichen Friedensgruppen.
Unsere Forderungen sind:
Weltweite Ächtung der Atomwaffen
Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrags durch die Regierung der BRD
Keine NATO Atomkriegsübung
Keine Stationierung von Mittelstreckenraketen in der BRD
Stoppt alle Kriege
Deutschland muss friedenstüchtig und nicht kriegstüchtig werden
Abrüsten statt Aufrüsten
PS:
Der Atomwaffenverbotsvertrag ist eine internationale Vereinbarung, die Entwicklung, Produktion, Test, Erwerb, Lagerung, Transport, Stationierung und Einsatz von Kernwaffen verbietet, außerdem die Drohung damit. Am 22. Januar 2021, 90 Tage nach der 50. Ratifizierung, trat der Vertrag in Kraft. (https://www.icanw.de/informieren/verbotsvertrag/)
Hiroshima vor dem Abwurf der Bombe
Hiroshima nach der Explosion der Bombe
Hiroshimamahnmal in Düren vor dem Haus der Stadt Düren Stefan-Schwer-Straße 4-6
Stadt Düren
Seit August 2005 ist die Stadt Düren Mitglied der Organisation „Mayors for Peace“.
Mehr dazu z.B. in dieser Pressemitteilung der Stadt zum Flaggentag 2022:
Mehr zu den „Mayors for Peace“ gibt es hier:
2019 ist die Stadt dem ICAN-Städteappell beigetreten
https://www.icanw.de/ican-projekte/ican-staedteappell/
Auch zum Atomwaffenverbotsvertrages hat die Stadt Stellung bezogen:
Selbstverständnis
Wer für Frieden eintritt, geht vom Grundsatz gleicher Rechte für alle Menschen aus. Rassismus und Nationalismus sind mit einer Politik der Verständigung und der Humanität nicht vereinbar. Wir lehnen deshalb eine Zusammenarbeit mit Organisationen und Personen ab, die Menschenrechte nur für sich oder die eigenen Gruppe gelten lassen wollen.
Über Uns
Vereint für den Frieden
Die FriedensGruppeDüren ist ein freier Zusammenschluss von einigen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Weltsicht.
Lokal handeln, global denken
Wir treffen uns mit dem Ziel, ein friedliches Zusammenleben von Menschen vor Ort und in der Welt zu erhalten und/oder zu befördern.
Zentrales Thema: Frieden
Dabei ist allen Beteiligten bewusst, dass es einen engen Zusammenhangs mit anderen Themen (Umwelt, Klima, Gerechtigkeit, Migration, ..) gibt.





































