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Der Fliegerhorst Nörvenich: Mehr als nur Fluglärmbelästigung


40 Personen waren der Einladung der FriedensGruppeDüren gefolgt und haben am 13.09.2021 an einer Diskussionsveranstaltung im Saal des Evangelischen Gemeindezentrums in Düren teilgenommen.


Im Podium von links nach rechts: Regina Hagen, Sprecherin der Kampagne "Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt"➔ Dr. Alexander Neu, Vertreter der Linkspartei im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages ➔Moritz Brake, Kapitänleutnant und Jugendoffizier der Bundeswehr in Köln ➔ Detlef Peikert (Antikriegsbündnis Aachen ➔Bernd Hahnfeld, Richter i.R., Vorstand IALANA (Juristinnen und Juristen gegen den Atomkrieg) ➔ Gerold König, Bundesvorsitzender pax christi, Mitglied im ZdK der deutschen Katholiken, Mitglied im Gemeinderat Langerwehe (SPD)

Mit Vertreter*innen der Friedensbewegung und einem Jugendoffizier der Bundeswehr* wurde auf der Veranstaltung über die sogenannte NUKLEARE TEILHABE, die Deutschland faktisch zu einem Atomwaffenstaat macht, diskutiert. Fazit des Abends: Die NUKLEARE TEILHABE ist nicht nur ein Spiel mit dem Feuer sie ist auch spätestens nach dem Inkrafttreten des UN-Atomwaffenverbotsvertrages im Januar 2021, der die Entwicklung, Produktion, Test, Erwerb, Lagerung, Transport, Stationierung und Einsatz von Kernwaffen verbietet, völkerrechtswidrig. Die zentrale Forderung lautete: Atomwaffen weltweit ächten! Bis auf den Jugendoffizier forderten die Vertreter*innen des Podiums und die Diskutant*innen im Saal die Bundesregierung auf, den Atomwaffenverbostvertrag, mit allen daraus entstehenden Konsequenzen, zu unterzeichnen und zu ratifizieren.


Auch der Militärflugplatz Nörvenich (Kreis Düren) ist Teil der NUKLEAREN TEILHABE


Vom Juni 2022 bis Februar 2026 werden zusätzlich TornadoKampfflieger aus Büchel in Nörvenich stationiert. Diese Flugzeuge sollen "im Ernstfall" US-amerikanische Atombomben abwerfen. Die Belästigungen der Bevölkerung durch Emissionen werden spürbar steigen. Nörvenich wird gefährlicher Bestandteil deutscher Atomwaffenpolitik.


Hiergegen regt sich Widerstand. So wird es in diesem Jahr am 09.10. in Nörvenich erstmals Protest gegen die geplante NATO-Atomkriegsübung „Steadfast Noon“ geben. Die Proteste beginnen um 12.00 Uhr im Schloßpark Nörvenich (siehe Flyer).


*Unter Angabe unterschiedlicher Gründe hatten ihre Teilnahme abgesagt all die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, die dem Prinzip der „Nuklearen Teilhabe“ zustimmen, im Einzelnen: Wolfgang Hellmich, Vertreter der SPD im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages und dessen Vorsitzender; Prof. Dr. Karl A. Lamers, Vertreter der CDU im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages und dessen stellvertretender Vorsitzender Jürgen Hardt (CDU) sowie aus der hiesigen Region Dr. Fritz Felgentreu (SPD) , Dietmar Nietan (SPD), Thomas Rachel (CDU) und Oliver Krischer (Grüne)




Der Verein der Bundestagsfraktion DIE LINKE e.V. unterstützt die Proteste auch finanziell.


Im Vorfeld der Veranstaltung übergab Dr. Alexander Neu, Mitglied im Bundestag und Vertreter der Partei DIE LINKE im Verteidigungsausschuss, Vertreter*innen der lokalen Friedensbewegung symbolisch einen Check in Höhe von 500,00 Euro.


Von links nach rechts: Detlef Peikert (Antikriegsbündnis Aachen), Dr. Alexander Neu (Vertreter der Linkspartei im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages), Vera Schellberg (FriedensGruppeDüren)


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